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Schwerpunkte von Voix Libres

  1. 100 % der Spenden, der Patenschaften und der Mikrokredite werden für die Projekte verwendet. Die Betriebs- und Verwaltungskosten in Europa werden durch Sponsoren und die Mitgliedsbeiträge finanziert.

  2. Solidaritätsverträge und hohe ethische Werte: Jeder muss sein ganzes Wissen weitergeben – und sich als Hüter seiner Gemeinschaft sehen.

  3. Dank der Mikrokredite sind die Kreditnehmer keine Fürsorgeempfänger, sondern werden verantwortlich. Sie können einen richtigen Beruf, der ihren Begabungen entspricht, ergreifen.

  4. Die Frauen und Mädchen sind Initiatorinnen, Akteurinnen und Garantinnen der Nachhaltigkeit der Projekte. Über 80 % der Mikrokreditnehmer sind Frauen.

  5. Innere Entwicklung: Intensives Therapieprogramm (Musik, Gesang, Tanz, Schreiben), um das Bewusstsein der Fähigkeiten, die in Zeiten extremen Leids entwickelt wurden, zu fördern.

  6. Selbstversorgung und Infrastruktur auf dem Land, um der Landflucht entgegenzuwirken.

  7. Eine neue solidarische Wirtschaft der Ärmsten, ohne Zwischenhändler zwischen den bolivianischen Produzenten und den europäischen Verbrauchern.

  8. Eine neue Zivilgesellschaft von resilienten Menschen: Die meisten Leader sind unterstützte Jugendliche, die nach Abschluss ihrer Ausbildung ein solidarisches und dauerhaftes Engagement garantieren.

Contrats exigeants
Jeder Stipendiat unterzeichnet einen anspruchsvollen Solidaritätsvertrag
Femmes Gender-Ansatz: Diese Minenfrauen beteiligen sich an einem Aufforstungsprojekt

Thérapie
Tänze, Musik, Gesang – einfache Therapien, aber wirksam, um die Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleisten

Voix Libres

Marianne Sébastien, Gründerin und Präsidentin von Voix Libres, über ihre Organisation

Voix Libres bekämpft nicht die Armut, sondern gibt den in extremer Armut lebenden Menschen die Mittel, zu einer würdigen Armut zu gelangen, und lässt sie in ihrem Leid tiefe und respektvolle Anteilnahme und viel Liebe erfahren.

"Ich habe täglich diese Angst erlebt, sobald die Nacht über der Mine hereinbrach", berichtet María. "Ich wurde geschlagen, missbraucht, bestohlen – und dann habe ich Mikrokredite erhalten und bin Schreinerin geworden. In den letzten sechs Monaten habe ich zwölf Frauen und vier Jugendliche in der Arbeit mit Holz ausgebildet. Jeden Tag helfe ich ihnen, Vertrauen zu gewinnen, damit sich das Martyrium unserer Mütter und Vorfahren nicht mehr wiederholt."

Alles begann mit zwölf Kindern in den Minen. 15 Jahre danach hat eine Familie von 500 000 unterstützten Personen in Bolivien und 25 000 Freunden in Europa diese gemeinsame Gerechtigkeitsutopie im Wissen, dass die Spenden, Patenschaften und Mikrokredite zu 100 % direkt die Kinderhilfsprojekte in Bolivien finanzieren.

Ich habe eine tiefe Bewunderung für die unermüdliche Arbeit von etwa 200 bolivianischen Koordinatoren, von denen die meisten selbst in den Minen, auf der Strasse oder auf den Müllhalden gelitten haben. "Als Kind verkaufte ich auf der Strasse, heute bin ich Anwalt. Bei Voix Libres widme ich mein Leben jenen, die aller ihrer Rechte beraubt sind. Wir sind bereits in halb Bolivien tätig, aber wir erhalten so viele Anfragen, dass wir bald in ganz Bolivien handeln müssen."

Die Stärke der Gemeinschaft besteht darin, dass die Menschen gemeinsam die Sprache wiederfinden, dass sie singen, nachdem sie stumm und wie versteinert waren, und dass sie über alle Erwartungen hinaus zu Multiplikatoren werden. "Ich vegetierte in den Abfällen. Ich bin geliebt und verstanden worden, und so fühle ich mich zu allem fähig, trotz meiner Rückfälle in den Alkohol. Ich habe die Landwirtschaftsschule erfolgreich abgeschlossen, und ich werde Dutzenden von Jugendlichen helfen, sich ihrerseits auszubilden, um die Landwirtschaft in ihrem Dorf mithilfe von Mikrokrediten wieder zu beleben." Seit 1994 konnten über 100 000 Mikrokreditnehmer schlagartig ihren Lebensstandard verbessern und sind nach und nach auf dem Weg zur Autonomie.

Die Armen stehen im Mittelpunkt einer solidarischen Wirtschaft, die sie selbst begründet haben, weit entfernt von Egoismus und Individualismus. Diese kollektive Arbeit sichert gerechte und ausgewogene Lebensbedingungen. Sie waren passiv, machtlos, vergessene "Sklaven". Nun übernehmen sie Verantwortung für ihr Leben und ihre Gemeinschaften. Diesen im Elend lebenden Kindern ist es gelungen, eine Welt der Hoffnung zu schaffen und eine weltweite Entwicklung einzuleiten, die nicht enden wird, weil sie aus ihrem Herzen kommt – und dem Ihren. Danke für Ihr wertvolles und konkretes Engagement.

 

Signature Marianne